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Ach wie gern würde ich ein Elektroauto fahren!

Ach wie gern würde ich ein Elektroauto fahren!

Seit Jahren verfolge ich mit Spannung, wie sich der Markt an Elektrofahrzeugen entwickelt. Mich als techno-philen Menschen, begeistert immer wieder mit welcher Beschleunigung die Kraftpakete Ihre PS auf die Straße bringen und wie verdammt leise sie dabei sind. Wahnsinn. Hätte ich auch gern!

Nun, ich habe noch einen guten alten Diesel der mit 170 PS sparsamen Verbrauch und 120.000 Kilometer auf dem Buckel seine Dienste tut. Und die 2-3 Fahrverbote in Berlin, die mein Diesel mit Schadstoffklasse 5 in Berlin eigentlich umgehen sollte, durchfahre ich rasch ohne großes schlechte Gewissen, weil das in Berlin halt alle so tun und die Polizei alles andere zu tun hat als 500m der Leipziger Straße zu kontrollieren. In Zeiten von Corona, Clan-Kriminalität und permanenten Staatsbesuchen und Demos haben die sicherlich besseres zu tun.

Aber eins ist sicher: Das nächste Auto soll ein Tesla sein

Ich ärgere mich so über die Schnarchnasen der deutschen Automobilindustrie, dass sie es nicht geschafft haben ein wettbewerbsfähiges Modell auf dem Markt zu bringen, das gegen Tesla mithalten kann. Und der ID3 von VW sieht im Verhältnis zum Tesla aus, wie sein eigener Großvater. Da sind die Chinesen besser, die sicherlich als nächstes mit schicken Autos um die Tür kommen.

Und selbst wenn. Mir gefällt der Pioniergeist von Elon-Musk. Das muss man einfach unterstützen, denke ich mir so manchmal. Auch wenn es immer wieder diese Schreckensmeldungen online gibt mit Teilen aus dem Baumarkt im Tesla verbaut, oder das einem Tesla während der Fahrt das Dach abgeflogen sein soll. Mmh. Manchmal vermute ich dahinter eh eine Negativ-Lobby der deutschen Autobauer. Frei nach dem Motto „Deutscher Autofahrer bleib bei deinen Leisten – robuste deutsche Wertarbeit, sicher, keine Experimente, Wertarbeit eben – made in Germany“

Naja, das mit Made in Germany ändert sich ja demnächst wenn Tesla in Grünheide die neue Fabrik eröffnet. Wollen mal hoffen, das sie dann auch hier Steuern zahlen und nicht wie die anderen amerikanischen Konzerne über Steueroasen und Tricks die hier verdienten Milliarden von deutschen Verbrauchern in Richtung Amerika verschieben (Ja, ich habe für so einen Konzern gearbeitet und weiß Bescheid).

Also ein Tesla aus Brandenburger Produktion soll es sein. Die Alternative wäre ein Hyundai. Die finde ich auch noch ganz schick. Aber leider haben Sie eins nicht: Autonomes Fahren!

Ja, das soll ja bei Tesla schon gehen, auch wenn die europäische Regierung sich noch ziert. Könnte es daran liegen das es dann noch mehr Gründe gäbe deutsche Luxuskarossen links liegen zu lassen und stattdessen gleich nach dem innovativen Ami zu greifen? Wer hätte gedacht, dass amerikanische Autos nach dem schlanken Hummer jemals ein Come-Back bekommen würden. Also ich glaube ja irgendwie hat das noch nicht erlaubte autonome Fahren auch wieder etwas damit zu tun, dass eifrige Lobbyisten unsere Regierungen davon überzeugt haben, dass es zu gefährlich sei? Ehrlich Leute, ist das die Motivation?

Oh ja, ich weiß, es funktioniert noch nicht perfekt und ein Freund sagte mir, dass es auch um moralische Fragen geht. Also, wenn es in jedem Fall zum Unfall kommt, wie muss der Computer dann im Auto entscheiden, ob die Mutter mit Kinderwagen angefahren wird, oder sich das Auto doch besser von der Brücke stürzt und den Fahrer in die Tiefe reißt.

Ja, ich weiß es ist noch nicht so weit. Aber die Tatsache das es immer besser wird, ist sexy und ich finde, als Verbraucher muss man sowas kaufen, damit die Unternehmen weiter in die Technologie investieren, damit Sie eines Tage wirklich ausgereift ist.

Spätestens wenn ich ein 80-jähriger Tattergreis bin, will ich in meinen Tesla (oder was auch immer) steigen können und ins Krankenhaus fahren lassen können, weil meine Smartwatch Herzrhythmusstörungen erkannt hat und ich rechtzeitig vor dem Herzinfarkt im Krankenhaus bin, bevor der Mist losgeht. Natürlich ist der Facharzt schon im OP mit desinfizierten Händen und schaut sich die Diagnose auf seinem Monitor an, die die Uhr gerade gefunkt hat.

Jepp. So stelle ich mir das vor.

Natürlich weiß ich, das es noch einige Jahre dauert (lechz) aber ich will jetzt schon die ersten Vorteile eines smarten Autos haben. Und mit Elektroantrieb geht es nun mal besser.

Ein weiterer Grund:

Ich will meinen Strom selber machen. Strom wird immer teurer und die großen Energiekonzerne verdienen dickes Geld, während wir Verbraucher draufzahlen. Deswegen muss eine Photovoltaik auf’s Dach. 10KW sollen es sein. Nur leider zahlen einem die gerade genannten Stromkonzerne dank der schlauen Lobbyisten wieder nur wenige Cent für’s Kilowatt, während sie den Strom meinem Nachbarn im Haus gegenüber 30Cent und mehr dafür abknöpfen. Ja ich weiß, Systemlasten, Aussteuerung von Kraftwerken, Netzwerkstabilität usw. Aber ehrlich Leute, technisch geht das alles schon. Nur muss es auch Anreize geben die Technologie umzusetzen.

Hier ein Grund warum ich noch kein E-Auto habe:

Ich kann zwar jede Menge Strom von meinem Dach in das Auto laden. Aber ich bekomme den Strom nicht mehr heraus. Aktuell ist Hyundai meines Wissens nach der einzige Anbieter, der testet, das Auto als Stromspeicher für das Haus zu nutzen.

Ein Stromspeicher zu Hause macht genau das Gleiche von einem Solar-Anbieter. Meiner soll also nur Mobil sein. Und ich brauche nicht 2 die gleiche Technologie. Eine Batterie sollte reichen oder?

Also: Anforderung No.1 an das E-Auto

(es soll als Stromspeicher dienen können)

Ein weiterer Grund warum es noch kein E-Flitzer ist:

Es gibt noch nicht genug Ladesäulen. Und jedes Mal wenn ich darauf schaue verstehe ich nur Bahnhof. Und irgendwie habe ich auch das Gefühl: „Hier werde ich abgezockt“. Derjenige der die Säule mitten in Berlin aufgebaut hat, macht das nicht aus Gutmenschentum, sondern mit Gewinnabsicht.

Erst wenn es genug Ladesäulen an jeder Ecke gibt, wird es für mich ein E-Auto geben. Und ja ich weiß: auch das ist ein Henne-Ei-Problem.

Und dann gibt es noch einen Grund:

Money Money Money.

Für den schicken Tesla trotz Förderprämie und ohne die autonomes Fahren Option und inklusive der Förderung bin ich irgendwo um die 40.000 EUR los. Plus Solaranlage (wenn ich einen seriösen Lieferanten finde) sind das auch nochmal 15.000 EUR.

Also warte ich noch (schnief)

Warten darauf, das Teslas als Batteriespeicher dienen können, sich mein Bankkonto unvorhergesehen füllt und das vielleicht Elektra mir dabei helfen kann, dass das Laden des Fahrzeuges sich von einer Sorge zu einer Freude entwickelt.

(und ja, das ist meine rein subjektive Meinung. Es wäre schade, wenn Sie mir vorbehaltlos zustimmen)

Steffen Baermann

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